Artemis Fowl, Fanfiction Teil 13

Hallo,

lei­der hat es dies mal etwas län­ger gedau­ert bis ich wie­der Zeit zum schrei­ben hatte, aber ich denke das kann in der Vor­weih­nachts­zeit fast jeder ver­ste­hen ;-)Ich brau­che noch so viele Geschenke…

Dafür ist der Teil jetzt aber auch etwas län­ger gewor­den, ich hoffe er gefällt euch.

glg Svona

Teil 13:

Holly war nicht wirk­lich über­rascht, dass sie Peb­ble im Poli­zei­prä­si­dium antra­fen. Eher dar­über, dass sie die ein­zige war, da sie davon aus­ging, dass Trou­ble auch alle ande­ren Offi­cer ange­ru­fen hatte. Theo­re­tisch zumindest.

Gut dass sie da sind Cor­po­ral.” sagte Trou­ble und Holly war sich ziem­lich sicher, dass Peb­ble sich über das Lob freute, auch wenn sie nicht genauer sagen konnte warum. Sie gin­gen in den Ver­samm­lungs­raum und Trou­ble brachte eine Ver­bin­dung zu einem sehr ver­schla­fen gucken­den Tech­ni­ker zu Stande, der im Moment in Haven Dienst hatte.

Guten Mor­gen, was kann ich für sie tun Com­man­der?” fragte der Tech­ni­ker, so gelang­weilt als würde er Geld für Moti­va­ti­ons­lo­sig­keit  bekommen.

Wie wäre es wenn sie uns sagen ob ihr Com­pu­ter die­sen Wich­tel kennt?” ant­wor­tete Trouble.

Dafür bräuchte ich schon denn Namen, außer­dem kön­nen sie doch wohl auch noch sel­ber tip­pen, ihr Anschluss ans ZUP Netz scheint schließ­lich zu funk­tio­nie­ren.” sagte der Tech­ni­ker herablassend.

Wenn ich den Namen wüsste, würde ich sie wohl kaum fra­gen, ob der Com­pu­ter ihn kennt. Also scan­nen sie end­lich sein Gesicht.” sagte Trou­ble und man sah im an, das er kurz davor war den Tech­ni­ker anzuschreien.

Na, dafür wäre es ein guter Anfang, wenn sie ihn vor die Kamera schaf­fen wür­den.” sagte der Tech­ni­ker in sei­nem gelang­weil­ten Ton­fall. “Oder erwar­ten sie, dass ich durch die Lei­tung springe?”

Peb­ble packte den Wich­tel und zog ihn so vor die Kamera, dass der Feen Mann in der Tech­nik­zen­trale jetzt wahr­schein­lich nur noch ihn sehen konnte. Es dau­erte einen Moment, dann las der Feen Mann vor, was der Com­pu­ter zu dem Gesicht des Wich­tels aus­spuckte. “Map­ping Buck­ler, er wurde 1512 in Haven City Cen­tral Kli­ni­kum gebo­ren, hat zwei Geschwis­ter, seine Schwester…”

Das Wesent­li­che, Release, seine Fami­lie inter­es­siert hier nie­man­den.” schrie Trou­ble denn Feen Mann an, der sich jedoch nicht aus der Ruhe brin­gen ließ.

Wie sie mei­nen, Sir. Also Map­ping Buck­ler, besuchte sechs Jahre lang die Frond First School in Haven und ging dann auf das Wich­tel Inter­nat in Atlan­tis, wo er…”

Sie sol­len mir ein­fach sagen, ob die­ser Wich­tel je Mals etwas Geset­zes wid­ri­ges getan hat, mehr nicht?” sagte Trou­ble mit einer gefähr­li­chen Schärfe in der Stimme.

Ach so, warum sagen sie das nicht gleich?” fragte Release. “Also nach dem er die Schule abge­schlos­sen hat, ging er zurück nach Haven und schloss sich einer Gruppe von Wich­tel­die­ben an, sie wur­den irgend­wann erwischt, aber nach fünf Jah­ren Haft wie­der frei gelas­sen. Und, Oh, anschei­nend, gab er eini­gen sei­ner Kum­pa­nen die Schuld an der Fest­nahme und brachte sie kurz nach ihrer Frei­las­sung um. Danach floh er an die Erd­ober­flä­che, wo er ein­mal in Wyo­ming gesich­tet wurde und unbe­stä­tigte Quel­len berich­ten auch von einer Sich­tung in Dis­ney World. Mög­li­cher­weise gibt es einen Zusam­men­hang zwi­schen ihm und dem Tod eini­ger rei­cher US-Bürger.”

D’arvit.” fluchte Holly “Wie viele schwer Ver­bre­cher lau­fen in die­ser Stadt eigent­lich herum?”

Trou­ble schal­tete den Com­pu­ter der die Ver­bin­dung nach Haven her­ge­stellt hatte, ein­fach ab und hoffte das Foaly nichts davon erfah­ren wurde, sonst durfte er sich wie­der eine stun­den­lange Rede dar­über anhö­ren was gut für einen Com­pu­ter war und was nicht.

Dann wol­len wir mal sehen was uns Mis­ter Buck­ler zu sagen hat.” sagte Trou­ble und weckte den Wich­tel mit einem leich­ten Strom­schlag auf.

Er rich­tete sich sofort auf und schaute sich kurz im Raum um, dann fand er Holly und sagte schnell “Ich schwöre, ich wollte nicht durch ihr Dach fal­len, wer kann denn ahnen, dass da ein ver­damm­tes Loch ist? Eigent­lich wollte ich ein ganz klei­nes Loch sel­ber machen um ihnen diese Bot­schaft zu brin­gen.” Er wühlte kurz in sei­ner Hosen­ta­sche und zog dann einen zer­knüll­ten Brief her­aus, denn er Holly hinhielt.

Sie griff nicht danach, son­dern fragte “Von wem ist der?”

Der Wich­tel zuckte die Schul­tern “Keine Ahnung, ehr­lich! So ‘n komi­scher Gnom hat mir ein Gold­stück ver­spro­chen, wenn ich ihnen den Brief bringe und da sagt man nicht ‘Nein’. Falls sie ver­ste­hen was ich meine?”

Nein, ver­stehe ich nicht, ich kenne mich in der Bran­che nicht so aus.” sagte Holly, “aber darum geht es hier auch nicht, legen sie den Brief da vorne drauf.” Sie deu­tete auf einen Scan­ner, der auf einem Tisch direkt neben dem Wich­tel stand.

Wieso neh­men sie ihn nicht ein­fach?” fragte der Wich­tel ver­wirrt, legte den Brief aber auf den Scanner.

Holly machte sich nicht die Mühe ihm zu ant­wor­ten, son­dern gab dem Com­pu­ter, die nöti­gen Befehle zum Scan­nen. Es dau­erte genau zwei Sekun­den bevor der Com­pu­ter bekannt gab, wes­sen Fin­ger­ab­drü­cke er dar­auf gefun­den hatte.

Fin­ger­ab­drü­cke auf Papier? Ist das ihr Ernst, ich dachte die gibt es nur auf Glas oder so?” fragte der Wich­tel, auch wenn er nicht mit einer Ant­wort rech­nete, die er auch nicht bekam.

Wie zu erwar­ten, gab es auf dem Umschlag einige Fin­ger­ab­drü­cke von Map­ping Buck­ler, auf dem eigent­lich Brief aber nicht, was des­sen Aus­sage, den Brief nicht geschrie­ben zu haben zwar bestä­tigte, aber nicht bewies. Sowohl auf Brief und Umschlag gab es aller­dings Fin­ger­ab­drü­cke von einem ‘Unbe­kann­ten Menschenwesen’.

Trou­ble stöhnte “Sagen sie mir nicht, dass die­ser Brief von einem Men­schen ist.”

Keine Ahnung, ich habe ihnen schon gesagt, von wem ich den Brief habe.” erin­nerte ihn der Wichtel.

Trou­ble hatte keine Lust ihn dar­auf hinzu wei­sen das ‘so ein komi­scher Gnom’ wohl kaum eine Angabe war, mit der man irgend­wen in Unter­su­chungs­haft brin­gen konnte.

Holly trug dem Com­pu­ter auf den Inhalt des Brie­fes anzu­zei­gen. Eine Auf­gabe für die er fast zehn Sekun­den brauchte, was dar­auf schlie­ßen ließ, dass der Brief mehr­mals gefal­tet war.

Eine kleine Frage, warum machen sie ihn nicht ein­fach auf?” fragte der Wich­tel “Ich meine dafür sind Briefe doch schließ­lich da, oder?”

Schon mal drü­ber nach­ge­dacht, was da alles drin sein könnte?” fragte Trou­ble ihm, was den Wich­tel zu über­ra­schen schien. Man sah ihm an, dass er in Zukunft kei­nen ein­zi­gen Brief mehr ein­fach öff­nen würde, auch wenn er das Pro­blem im Gefäng­nis wohl kaum haben dürfte.

Der Com­pu­ter mel­dete mit einem lei­sen Piep­sen, dass er fer­tig war und auf dem Bild­schirm erschien ein hand­ge­schrie­be­ner Text, zwar auf Gno­misch aber ein­deu­tig von einem Men­schen­we­sen geschrieben.

Sehr geehr­ter Emp­fän­ger die­ses Briefes,

ich gehe davon aus, dass sie für die ZUP arbei­ten, außer der Bote der die­sen Brief über­brin­gen sollte ist noch düm­mer als er aus­sieht. Bitte brin­gen sie die­sen Brief ihrem ‘Sau­blö­den Fett­klops von einem Commander’.

Ich habe ihnen ein Ange­bot zu machen und ich schlage ihnen vor genau zu lesen, denn ich werde es nicht wie­der­ho­len und sie wer­den viel­leicht auch keine Zeit haben es noch ein­mal zu lesen.

An die­sem Punkt hörte Holly kurz auf zu lesen und spei­cherte die Datei mit dem Brief noch ein­mal, auch wenn der Com­pu­ter das eigent­lich schon hätte tun sol­len. Trou­ble der wohl den glei­chen Gedan­ken wie sie gehabt hatte, schmiss den Brief geschickt in den Müll­re­cy­cler. Dann lasen sie weiter.

Ich habe vor kur­zem her­aus­ge­fun­den wo sich eine neue Metro­pole der Unter­ir­di­schen ent­wi­ckeln wird. Ich glaube die Stadt wird Polar­town genannt, sie liegt genau 5, 84km unter dem Süd­pol wobei das Eis dar­über nicht mit berech­net ist. Ich sehe mich im Grunde gezwun­gen diese Ent­de­ckung zusam­men mit eini­gen Bewei­sen, die ich gesam­melt habe, der Welt­öf­fent­lich­keit zu prä­sen­tie­ren, würde ihnen aber gerne eine Chance geben, mich davon zu über­zeu­gen, dass dies die fal­sche Ent­schei­dung wäre.

Falls sie mit mir Ver­han­deln möch­ten, würde ich mich über ein Tref­fen am  03.12. um 15 Uhr, am Point Zero in Paris freuen. Ich denke dort sollte es ihren Offi­cern leicht fal­len in der Menge der Tou­ris­ten unter zu tauchen.

Soll­ten sie nicht zu dem Tref­fen erschei­nen, werde ich noch am glei­chen Tag mit eini­gen wich­ti­gen Uni­ver­si­tä­ten der Welt tele­fo­nie­ren und ihnen einen klei­nen Tipp geben.

Hoch­ach­tungs­voll  Minerva Paradizo

Holly las den Brief zwei Mal, dann nahm sie das Ange­bot des Com­pu­ters an,die Akte von Minerva Para­dizo zu öffnen.

Warum weiß eine Per­son vom Erd­volk, der angeb­lich vor etwa acht Jah­ren die Erin­ne­rung gelöscht wurde?” fragte Trou­ble, er ver­schwen­dete beim auf­tau­chen­den Pro­blem nie viel Zeit damit ent­setzt zu sein.

Naja.” sagte Holly ein biss­chen klein­laut, was bei ihr sel­ten war “Sie ist so weit ich weiß, seit ein paar Mona­ten mit Arte­mis zusam­men.” Eigent­lich hatte sie Arte­mis ver­spro­chen, das kei­nem zu erzäh­len, aber in beson­de­ren Situa­tion ging die Sicher­heit des Erd­volks nun ein­mal vor und immer­hin hatte sie die letz­ten Monate seine per­sön­li­che Bezie­hungs­be­ra­te­rin gespielt.

Trou­ble starrte den Com­pu­ter an als, wäre er schuld an die­ser Nach­richt. “Warum habe eigent­lich immer ich mit Arte­mis Fowl zu tun, kann er sei­ner Freun­din nicht sagen, dass sie Haven oder Atlan­tis angrei­fen soll?”

Holly wusste, dass das eine rhe­to­ri­sche Frage gewe­sen war, aber sie ant­wor­tete trotz­dem “Wir wis­sen nicht ein­mal, ob er etwas davon weiß, aber ich würde vor­schla­gen dass wir ihn ein­fach anrufen.”

Von mir aus.” sagte Trou­ble deprimiert.

 

Wordart zum Advent

Hallo,

ich habe es end­lich mal wie­der geschafft mich mit Pho­to­Line zu beschäf­ti­gen und habe ein paar Wordarts zum Advent ent­wor­fen. Falls sie Euch gefal­len könnt ihr sie gerne run­ter­la­den (ein­fach Rechts­klick auf das jewei­lige Bild). Freuen würde ich mich wenn ihr mir dann zei­gen wür­det, was ihr damit gemacht habt (Foto per Mail, wel­ches  ich dann auch hier ein­stel­len würde oder ein Link zu Dei­nem Blog). Ich habe sie erst mal nur ent­wor­fen und will sie auf ver­schie­denste Wei­sen benut­zen, auf Ban­de­ro­len um Geschenke, auf Kar­ten, Scrapbookseiten…

Schöne Advents­zeit wün­sche ich Euch,

Imke

Ent­we­der als Tag aus­schnei­den oder ohne Umriss auf eine Geschenkbanderole:

24

24_ohne_Rand

Und für alle die nicht wie ich sowieso “Geheim­nisse” lesen noch die Vari­ante mit dem klei­nen “e”.

24_mit_e

Rauh_Naechte

Lässt sich schön mit einer Scal­lop oder Kreis­stanze ausstanzen:

Besondere_Zeit

Zwischen_Jahren

abtauchen

Artemis Fowl, Fanfiction Teil 12

Hallo,

hier jetzt also Teil 12.

glg Svona

Teil 12:

West­vier­tel, Polar­town, Erd­land, 12min und 52sek später:

Trou­ble machte sich nicht die Mühe anzu­klop­fen, bevor er Hol­lys Woh­nung betrat, immer­hin hatte sie ihn ange­ru­fen. Er trug sei­nen ZUP-Overall, was vor allem daran lag, dass der grade noch neben sei­nem Bett gele­gen hatte. “Sag mal, besitzt du eigent­lich auch noch andere Klei­dungs­stü­cke?” fragte Holly ihn spöt­tisch, anstelle einer Begrüßung.

Nicht um zwei Uhr Nachts.” erwi­derte Trou­ble und beugte sich zu dem Wich­tel hin­un­ter um ihm Hand­schel­len anzu­le­gen. “Und du soll­test dich bes­ser auch umzie­hen, ich denke wir brin­gen unse­ren klei­nen Freund ins Poli­zei­prä­si­dium, bis wir mehr über ihn wissen.”

Meinst du nicht, es wäre um zwei Uhr Nachts, wie du so rich­tig fest­ge­stellt hast, durch­aus ver­tret­bar das Poli­zei­prä­si­dium in Zivilisten-Kleidung zu betre­ten?” fragte Holly und wider­stand der Ver­su­chung den Wich­tel, der grade wie­der ein Auge öff­nete, noch ein­mal K.O. zu schlagen.

Wenn du Lust hast mög­li­cher­weise in Zivilisten-Kleidung einen Ein­satz durch­zu­füh­ren.” sagte Trou­ble mit einem Schul­ter­zu­cken. Und schal­tete den Wich­tel mit einem geziel­ten Strom­schlag wie­der aus, er wollte alles auf Video haben, was der Wich­tel sagen würde.

Da Holly dazu wenig Lust hatte, ging sie ins Bade­zim­mer und zog sich schnell um. Als sie wie­der in ihr Wohn– und Schlaf­zim­mer kam, hatte Trou­ble den Wich­tel bereits in das ZUP-Fahrzeug gebracht, das er vor ihrem Haus gepackt hatte. Sie griff sich noch im Vor­bei­ge­hen eine Packung Algen­chips vom Tisch und flitzte dann die Treppe hinunter.

Sie stieg auf der Bei­fah­rer­seite ins Auto und riss die Tüte auf. “Willst du auch wel­che?” fragte sie Trou­ble, aber der schüt­telte den Kopf “Nein, abge­se­hen davon, dass ich Nachts nor­ma­ler­weise eh kei­nen Hun­ger habe, ver­geht mir der Appe­tit auf das Zeug, wenn ich dar­über nach­denke wie lange die Algen wohl unter­wegs waren, bis sie von der Erd­ober­flä­che in der Pro­duk­ti­ons­fa­brik in Haven ange­kom­men sind.”

Holly ver­zog das Gesicht und ver­schloss die Tüte wie­der “Vie­len Dank auch, Trubs”

Trou­ble ant­wor­tete nicht, son­dern wich einer klei­nen schwar­zen Katze aus, die auf die Straße lief. “Worum wet­ten wir, dass die Ille­gal hier ist?” fragte er, eher an sich selbst als an Holly gewandt.

Wie wäre es mit ein paar Algen­chips?” schlug sie trotz­dem vor, wor­auf­hin Trou­ble lachte “Träum wei­ter, die kannst du sel­ber essen.”

Wir wer­den sehen.” sagte Holly noch, bevor sie am Poli­zei­prä­si­dium aus dem Auto sprang und nach hin­ten zum Gefangenen-Transportraum lief.

Artemis Fowl, Fanfiction Teil 11

Hallo,
falls du nicht wegen der Fan­fic­tion hier bist, dreh bitte nicht sofort wie­der um, es gibt hier auch noch andere Ein­träge, die sind nur schon ein biss­chn älter.
Falls du für die Fan­fic­tion hier bist freue ich mich natür­lich :-)
glg Svona

Teil 11:

West­vier­tel, Polar­town, Erd­land, 3 Tage später:

Holly lag in ihrem Bett (sie hatte es end­lich auf­ge­baut) und schaute an die Decke, die inzwi­schen tat­säch­lich Schimmel-frei war, wobei sie das eigent­lich nicht sah, weil fast direkt über ihrem Kopf das Loch im Dach war. Sie ver­suchte schon seit Län­ge­rem ein­zu­schla­fen, aber das änderte auch nichts daran, dass sie sich Gedan­ken über die Ereig­nisse der letz­ten Tage machte.

Natür­lich, die Kobolde hat­ten sie gefan­gen und sie saßen inzwi­schen sicher in Howler’s Peak, aber Holly glaubte ein­fach nicht, dass sie alleine hin­ter die­sem Angriff steck­ten. Dafür war er zu stra­te­gisch gewe­sen. Wenn die Kobolde ein­fach nur ihr Revier hät­ten ver­tei­di­gen wol­len, hät­ten sie direkt am Anfang des unbe­kann­ten Berei­ches ange­fan­gen auf Peb­ble zu schie­ßen und nicht erst als sie genau in der Mitte war, außer­dem hät­ten sie sich bestimmt nicht so lange ver­steckt gehal­ten, wenn ihnen nicht jemand den Auf­trag dafür gege­ben hätte. Also war die Frage wer der Kopf des Gan­zen war; wer schmie­dete die Pläne für die Kobolde? Und vor allem warum? Als sie am Tag nach dem Angriff noch ein­mal dort gewe­sen waren und die Häu­ser des gesam­ten ‘unbe­kann­ten Bereichs’ unter­sucht hat­ten, hat­ten sie nichts gefun­den, was nicht über­all in der Stadt hätte sein können.

Auf ein­mal wur­den ihre Gedan­ken von einem Geräusch auf dem Dach unter­bro­chen. Im ers­ten Moment wollte sie sich auf set­zen und zum Loch im Dach hin rufen, dass wer auch immer da war gefäl­ligst wie­der ver­schwin­den sollte. Aber dann siegte ihre Neu­gierde und sie blieb still lie­gen, suchte aber auf dem klei­nen Tisch neben ihrem Bett nach ihrem Kom­mu­ni­ka­ti­ons­chip. Foaly war sehr stolz dar­auf, dass er kaum grö­ßer als eine Münze Men­schen­geld war, aber Holly wünschte sich im Stil­len häu­fig, dass er grö­ßer wäre, damit sie ihn leich­ter wie­der­fin­den würde. In dem Moment als sich ihre Fin­ger um den Chip schlos­sen, plumpste ein dicker Wich­tel durch das Loch im Dach und lan­dete nur knapp neben Hol­lys Bett. Dabei lan­dete sein Kopf unsanft auf der Bett­kante und er blieb reg­los liegen.

Holly sprang auf und über­prüfte kurz ob er nor­mal atmete und sein Herz regel­mä­ßig schlug, dann drückte sie auf eine der vier Tas­ten des Kom­mu­ni­ka­ti­ons­chips, für jede konnte man eine Num­mer pro­gram­mie­ren. Sie hatte auf der einer Trou­ble, denn sie jetzt errei­chen wollte und auf zwei ande­ren Foaly und Com­man­der Root, die vierte war leer. Die Tas­ten hat­ten unter­schied­li­che Far­ben, um sie aus­ein­an­der zu hal­ten, dass nützte einem im Dun­keln aber herz­lich wenig und da Holly keine Ahnung hatte wie lange ihr unan­ge­kün­dig­ter Besu­cher noch rewusst­los blei­ben würde, nahm sie sich weder die Zeit das Licht anzu­ma­chen noch rech­nete sie aus wie groß die Wahr­schein­lich­keit war, dass sie beim ers­ten Ver­such die Rich­tige Taste nahm.

Sie hatte Glück, nach dem es fünf­mal geklin­gelt hatte mel­dete sich Trou­bles ver­schla­fene Stimme “Wer auch immer da ist, ich gebe keine Lehr­gänge zum Uhrenlesen.”

Ich bin’s Trubs, kannst du schnell hier her kom­men?” fragte Holly mög­lichst leise und schlug dem Wich­tel der grade wie­der anfing sich zu regen, schnell ihre Hand­kante an die Schläfe, “Es ist grade ein Wich­tel durch mein Dach gefal­len.” Trou­ble schwieg einen Moment und Holly konnte sich gut vor­stel­len, wie er sich fragte ob er noch träumte oder wach war.

Dann ant­wor­tete er “Okay, ich bin in zehn Minu­ten bei dir, oder soll ich noch im Poli­zei­prä­si­dium vor­bei­ge­hen oder hast du alles da?”

Holly hätte die Arme vor der Brust ver­schränkt, wenn sie nicht den Chip an ihr Ohr hätte hal­ten müs­sen. “Es ist ver­bo­ten ZUP-Ausrüstung mit zu sich nach Hause zu neh­men, aber im Moment ist er KO, er ist ein biss­chen unglück­lich gefallen.”

Gut, dann also drei­zehn Minu­ten, bis gleich.” sagte Trou­ble und legte auf.

Zu Teil 12